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Kormoran

Natura 2000

Rettet die Mur – rettet den Huchen

Neptun Wasserpreis

Fisch auf den Tisch – genmanipulierter Lachs

Fisch des Jahres 2009 – Aal

Polyzyklische Kohlenwasserstoffe

EU stoppt Thunfischfang


 

Aktuelle Studie von Dr. Franz Kohl


Wie viele Kormorane gibt es in Europa?

 

 Eine anlässlich des Arbeitsgruppentreffens der Europäischen Anglerallianz (EAA) in Wien von ÖKF Vorstand und Leiter des EAA-Taskforce Kormoran Dr. Franz Kohl präsentierte Studie gibt einen Überblick über die Entwicklung des Kormorans in Europa.

 

Es sollte keine Überraschung sein, aber für die meisten Länder Europas existieren gute Daten über die Kormoran-Brutpopulation. Was aber bisher fehlt, ist eine aktuelle Publikation, die einen zufriedenstellenden Überblick bietet. Die Anzahl der Kormorane in Europa ist auf über 2.000.000 angewachsenen. Viel zu oft wird über fehlende zuverlässige Zahlen und Daten diskutiert.

„Wie viele Kormorane gibt es in Europa?“ bietet eine umfassende Datensammlung zur Anzahl der Kormoran-Brutpaare, pro Land und für Europa gesamt, komplett für die Periode 1970 bis 2006/2009. Ausgehend von diesen Zahlen zur Brutpopulation wurde auch eine Schätzung der Kormoran-Gesamtpopulation (inklusive Jungvögel und adulte Nicht-Brüter) versucht.

 

Auszüge aus der über 88 Seiten langen Studie:

 

 

Auf der Homepage der Europäischen Anglerallianz (EAA) www.eaa-europe.org finden Sie die ständig aktualisierte englischsprachige Version.

 

Die deutschsprachige Version stellen wir Ihnen gerne gegen einen Unkostenbeitrag von € 10,- zur Verfügung.

SB

 

05..Juli 2010


 

Vielfaltleben 2010

Abenteuerliche Wasser-Welten:
Kindercamp am Lunzer See

 

Besonders wir Fischer leisten sehr viel für die Reinhaltung und Renaturierung der Ufer und Gewässer. Aber wer weiß das schon?

Darum hat das Lebensministerium diverse NGO’s, u.a. WWF, Naturschutzbund, BirdLife, ÖFV (Österreichischer Fischereiverband) als auch unseren Dachverband zur Zusammenarbeit eingeladen mit dem Ziel, die Lebenssituation zahlreicher gefährdeter Tier- und Pflanzenarten zu verbessern.

 

 

Zur Vorstellung dieser Kampagne ging es mit Schülerinnen und Schülern des Sonderpädagogischen Zentrums Wien-Zinckgasse nach Lunz am See auf Entdeckungsreise.

Gemeinsam mit Manuel Hinterhofer (ÖFV), dem Initiator dieser Veranstaltung,  ist es uns ein Anliegen, der Jugend zu zeigen, welche Lebensräume eine natürliche Flussdynamik für bedrohte Wasserlebewesen schafft. Schließlich sind die Kinder die Naturnutzer und -schützer von morgen.

 

 

 

Vom Lunzer See bis zur Ois erfuhren sie alles über das Leben im Wasser, vom Plankton, über die Eintagsfliegenlarven bis selbstverständlich alles über Fische. Die 12 bis 14jährigen Buben und Mädchen waren mit Begeisterung bei der Sache. Sie begriffen, wie wichtig jedes Glied in dieser biologischen Kette ist und wie wichtig gesunde Gewässer für ein Leben in Gesundheit sind.

 

Ein Dankeschön an den Landesfischereiverband NÖ und an den Wr. Fischereiausschuss, mit deren finanzieller Unterstützung die Exkursion für die Schülerinnen und Schüler ermöglicht wurde.

Ein Eckpfeiler unserer Zusammenarbeit ist eben die gemeinsame Bewusstseinsbildung für die Bedeutung naturnaher Gewässer für die biologische Vielfalt. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Erfassen und Dokumentieren von bereits durchgeführten oder in Durchführung befindlichen Revitalisierungsprojekten der Fischer.

 

An dieser Stelle wollen wir Sie nochmals um Ihre Unterstützung bitten und uns diesen Fragebogen zu retournieren.

SB

05..Juli 2010


 

Natura 2000 und nachhaltige Nutzung unserer Ressourcen

Beitrag der Fischerei zum Schutz der gefährdeten Tier- und Pflanzenwelt

 

Im vergangenen November fand auf Betreiben der EU-Kommission die Tagung „Promoting Natura 2000 & sustainable Wildlife Use“ in Brüssel statt. Die Bedeutung der nachhaltigen Jagd und Fischerei und deren Anteil an der Bestandserhaltung der Arten sollte aufgezeigt werden.

Flussrevitalisierungen
Altarmanbindungen
Verbesserung der Lebensräume für die Fische und anderer Wasserlebewesen
Schaffung von Laichräumen
Schutz gefährdeten Fischarten

waren schon immer besondere Anliegen der Angelfischerei.

Der Generalsekretär der „Europäischen Anglerallianz“ (EAA) Jan Kappel nutzte diese Gelegenheit, um in Zusammenarbeit mit ÖKF-Vorstand Dr. Franz Kohl die Leistungen Österreichs für den Natur- und Artenschutz vorzustellen.

 

Hier (pdf)  finden Sie die Präsentation, in der unter anderem auch folgende österreichische Projekte dargestellt werden:

     Pilotprojekt Melk (1985 – 90)

     LIFE Projekt Huchen (1999- 2004)

     LIFE Natura Wachau (2003 – 2008)

     LIFE Natur Donau-Ybbs (2004 – 2009)

     LIFE Traisen (2009 – 2014)

     LIFE Mostviertel – Wachau (2009 – 2014) 

LIFE-Natur-Projekte in Österreich sind eine Erfolgsgeschichte für den Natur- und Artenschutz.

 

Für die nachhaltige Entwicklung sind weiterführende Kooperationen jedoch unbedingt erforderlich. Das ÖKF engagiert sich in den Plattformen

     Flüsse voller Leben www.fluessevollerleben.at

     Lebendige Flüsse www.lebendigefluesse.at

     Rettet die Mur www.rettetdiemur

für den Erhalt der letzten frei fließenden Flussstrecken zum Schutz der Lebensräume unserer Fischbestände.

 

S. Behr

05..Juli 2010


 

Rettet die Mur – Rettet den Huchen!

 

Der Naturschutzbund Steiermark weist in einem Schreiben an Umweltminister Berlakovich auf den besonderen Schutzstatus des Huchens in der Mur hin.

 

Einige Plattformen und NGO’s als auch das ÖKF betrachten mit Sorge den geplanten Ausbau der Wasserkraft entlang der Mur. Im Hinblick auf bedrohte Mittelstreckenwanderer wie den Huchen ist jedwede Verschlechterung der Lebensräume zu vermeiden.

Der von der UICN Kommission (International Union for Conservation of Nature) in einem Schreiben an das Umweltministerium (11.06.2010) bestätigte Schutzstatus des Huchens steht im Widerspruch zu den UVP Bescheiden der steirischen Kraftwerksprojekte Kalsdorf und Gössendorf.

„Der Huchen zählt zu den international geschützten Tierarten. Wir müssen stolz darauf sein, dass der König der Mur in unserer Landeshauptstadt einen seiner letzten Lebensräume vorfindet. Mitten in Graz kann sich der Huchen noch selbständig vermehren.
Diese Fischart darf nicht leichtfertig ausgerottet werden.“, so Prof. Doz. Dr. Steven Weiss (KF-Universität Graz, IUCN – Beauftragter) auf www.rettetdiemur.at 

Der Naturschutzbund fordert daher einen Baustopp kombiniert mit einer Beeinträchtigungsstudie.

 

Letzte Meldung:

Im Rahmen einer Kundgebung übergab die Plattform „Rettet die Mur“ Anfang Juli 2009 13.172 Unterschriften an die politischen Verantwortlichen vor dem Grazer Landhaus. Vor über 200 Anhängern der Plattform nahmen Stadt- und Landespolitiker den Unterschriftenscheck als Ausdruck des öffentlichen Interesses dankend entgegen.


 

 

 

SB

05. Juli 2010


 

Insgesamt 33.000 Euro an Preisgeld

Neptun Wasserpreis 2011 ausgeschrieben 

  

Am Weltwassertag 2010 startete die Ausschreibung für den Neptun Wasserpreis 2011.

Ob Projekte zu nachhaltigem Schutz der Ressource Wasser, Lösungen für eine sorgsame Wassernutzung, Bewusstseinsbildungsmaßnahmen oder künstlerische Auseinandersetzungen – der Neptun Wasserpreis steht in 4 Fachkategorien

     WasserKOMMUNIKATION

     WasserKREATIV

     WasserSCHUTZ und

     WasserWELT 

für Einreichungen offen. Darüber hinaus können alle Wasserbegeisterten in der Publikumskategorie

     WasserSPUeREN

Bilder oder Texte einreichen.

 

WasserSCHUTZ

Aktuell eine der größten Herausforderungen stellt die Wiederherstellung von natürlichen Lebensräumen im und am Wasser dar. Daher sind in der Kategorie WasserSCHUTZ insbesondere auch Projekte angesprochen, sie sich mit dem Erhalt von Feuchtgebieten und ihrer natürlichen Vielfalt sowie mit der Beseitigung von Wanderhindernissen für Fische beschäftigen.

Fokussierte Themen sind u.a.:

     Renaturierung, Restrukturierung, Revitalisierung von Flüssen und Bächen

     Wiederherstellung der Durchgängigkeit

     Nachhaltige Gewässervernetzung

     Erhalt von Feuchtgebieten

Die Dotierung dieser Kategorie beträgt € 3.000.

Einreichfrist ist der 31. Oktober 2010, die Preisverleihungen finden um den Weltwassertag 2011 statt.

Weitere Informationen: www.wasserpreis.info

 

S. Behr

 

03..Juli 2010


 

Fisch auf den Tisch!

Genmanipulierter Lachs – schon bald in den Kühlregalen?

 

Wovor besorgte Umweltschützer zu Recht schon seit Jahren warnen, droht nun eine Gefahr für europäische Konsumenten zu werden. Eine amerikanische Firma will den künstlich veränderten „Turbolachs“ ungekennzeichnet auf den Europäischen Markt bringen.  

Im Labor wurden die Fischeier und deren DNA künstlich bearbeitet mit dem Ziel, ein besseres und rascheres Wachstum des Atlantiklachses zu erreichen.  

Da ist die Selbstverantwortung des Konsumenten gefordert:

Das Gebot der Stunde lautet also: Ökologisch unbedenklichen Fisch kaufen, am besten aus heimischen Fischzuchten.

 

Informationen „Alles über den heimischen Fisch“ erhalten Sie auf

www.teichwirteverband.at

www.forellenzuchtverband.at

www.waldviertler-karpfen.at

Und nochmals: Am besten frischen Fisch aus Österreich. Der Konsum von Fischen aus heimischen Fischzuchten entlastet den Befischungsdruck auf die gefährdeten Meeresfischarten.

SB

03..Juli 2010


 

Fisch des Jahres 2009 – Der Aal

EU Kommission genehmigt deutsche Aalbewirtschaftungspläne

  

Jeder kennt ihn --- aber auch noch morgen?

Aufgrund des starken Gefährdungspotentials wurde letztes Jahr der Aal im gesamten deutschsprachigen Raum zum Fisch des Jahres gewählt. Obwohl in Österreich das Vorkommen und die Bedeutung des Aals nicht vorrangig ist, sollten wir Fischer uns als etablierte Naturschützer auch solidarisch mit Sorgen unserer europäischen Kollegen zeigen.

Jedoch nur das Bewusstsein der Öffentlichkeit auf die Gefährdung zu fokussieren, ist zu wenig. Zur Rettung in letzter Minute wurde bereits 2009 unter deutscher Ratspräsidentschaft ein europaweites Rettungsprogramm für die Aale beschlossen.

Nun wurden die deutschen Aalbewirtschaftungspläne zur Umsetzung der EU-Aal-Verordnung von der Europäischen Kommission genehmigt. Alle EU-Mitglieder verpflichten sich hiermit, mindestens 40 Prozent der erwachsenen Aale (Blankaale) zum Laichen in den Westatlantik abwandern zu lassen.
 

 Vorgesehen sind fischereiliche und nichtfischereiliche Maßnahmen. Für letztere ist die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie besonders wichtig. Entscheidend dabei ist die Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Gewässer sowohl für die jungen aufsteigenden als auch für die großen absteigenden Aale. Fischereiliche Maßnahmen wurden durch die generelle Erhöhung der Mindestmaße und die weitere Erhöhung der Besatzmengen getroffen.

 

Weitere Informationen zur Bestandsentwicklung und möglichen Ursachen des Bestandsrückgangs sowie zur Umsetzung des EU-Verordnung und vieles mehr finden Sie unter www.portal-fischerei.de.

 

SB

03..Juli 2010


 

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)

Ihre Gefährlichkeit für Fisch und Mensch

  

PAK entstehen aus der unvollständigen Verbrennung von organischem Material wie Kohle, Heizöl, Holz etc. und sind weltweit nachzuweisen.

Die Aufnahme der Schadstoffe durch den Menschen erfolgt über die Nahrung, Trinkwasser, Atmung wie auch über die Haut. PAK sind nachweislich krebserregend. Die Möglichkeit der Fruchtschädigung oder Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfähigkeit besteht.  

Neueste Studien ergaben, dass Ablagerungen dieser Stoffe in Gebirgsseen eine große Gefahr darstellen. Die von „EU EuroLimpacs and ArkRisk projects“ durchgeführten Forschungsarbeiten zeigten erhöhte Konzentrationen dieser giftigen und krebserregenden Stoffe in unseren Bergseen. Verschiedene Seen in unterschiedlichen Regionen wurden diesbezüglich untersucht, unter anderem in Österreich der Schwarzsee und der Gossenkollesee. Alle untersuchten europäischen Gebirgsseen wiesen Konzentrationen deutlich über dem „No effect“ Schwellenwert auf.

Die Wissenschaftler schlagen weitere Forschungen zu den hormonellen Auswirkungen dieser Schadstoffe auf Fischzellen als auch auf den Menschen vor.

 

Dies ist für uns Ansporn, weitere Forschungen über die Auswirkungen hormoneller als auch anderer Schadstoffe bzw. Mikroschadstoffe in unseren Gewässern zu verlangen. Beim „Runden Tisch“ im Lebensministerium zum Thema Nationaler Gewässerbewirtschaftungsplan werden wir unserer Forderung weiterhin Nachdruck verleihen, um eine Erfassung möglichst vieler Wirkstoffe und die Gefährlichkeit deren Cocktails zu erreichen. Gleichzeitig werden wir dieses Problem auch auf europäischer Ebene in der Europäischen Anglerallianz (EAA) und der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau (ICPDR/IKSD) mit Vehemenz vorantreiben.

  

Aus: „The toxicity of PAH in European mountain lakes“
(European Anglers Alliance)

 

Weitere Informationen:

Euro-Limpacs (Evaluating the Impcts of Global Change on Europöean Freshwater Ecosystems) www.eurolimpacs.ucl.ac.uk

Arc Risk www.arcrisk.eu

Beide Forschungsprogramme wurden von der EU unterstützt.

S. Behr

 

03..Juli 2010


 

Nach 2 Wochen bereits Jahresquote gefangen

EU stoppt Thunfischfang im Mittelmeer vorzeitig

  

Die Fangsaison für den im Mittelmeer vom Aussterben bedrohten Roten Thunfisch ist in diesem Jahr vorzeitig beendet worden. Weil die industriellen Fangflotten der EU ihre jährlichen Quoten bereits nach der Hälfte der vierwöchigen Saison erfüllt haben, stoppte die zuständige EU-Kommissarin Maria Damanaki die Ringwadenfischerei auf den Roten Thun.

So liegen diese High-Tech-Schiffe für 50 Wochen im Hafen. Das ist absurd. Dass sich dies überhaupt rentiert liegt nur an den riesigen Subventionen, die die EU ihnen gewährt.

Viele Naturschutzorganisationen fordern wiederholt einen Fangstopp im Mittelmeer. Die Bestände waren hier in den letzten 50 Jahren um 75 Prozent eingebrochen, die fortpflanzungsfähige Population gilt als akut gefährdet. 

S. Behr

 

03..Juli 2010