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Unterstützung für die bayrische Ammer

Endlich Weg frei für europaweites Kormoranmanagement

Sonja Behr zur Geschäftsführerin bestellt

Fisch des Jahres 2009 - der Aal

Schönbrunn - Fischpatenschaft Huchen

Fish'n'Friends-Exkursion an die Mur

Dokumentation des 6. ÖKF-Forums als download

15. Vollversammlung des ÖKF am 26.4.08

Was tun bei Fischsterben?

Das war das 6. ÖKF-Forum in Linz!

Erhebungsbogen zur Gewässerkontrolle

ÖKF-Forum 2008 - Programm

Tiertransportgesetz: Neue Bestimmungen für Transporte von Fischen

 


 

und wieder wird ein Fluß zubetoniert
Unterstützung für die bayrische Ammer

 

Zwar fließt die Ammer jenseits unserer Landesgrenzen, aber die dortigen Probleme  sind uns nicht fremd. Ähnliches wie in Bayern soll ja auch mit unseren steirischen Flüssen geschehen, wenn es nach dem Willen der Kraftwerksbauer geht.

Deshalb unterstützt das ÖKF gern die Initiative der Ammerallianz – einem Zusammenschluss von Vereinen und Verbänden - , um diesem Gewässer ein zerstückeltes Schicksal zu ersparen.

Sind Sie auch der Meinung, dass die Flüsse - egal, wo in Europa sie fließen -  nicht weiter für die Stromgewinnung verbaut werden sollen, solange die bestehenden Kraftwerke nicht effizienter und umwelt(fisch-)freundlicher umgebaut und modernisiert wurden?

Dann nehmen Sie sich bitte die zwei Minuten Zeit und schließen Sie sich hier der Unterschriftenaktion an, die Ende Februar 2009 dem bayerischen Umweltminister übergeben werden soll, um den Kraftwerks-Wahnsinn an der Ammer zu stoppen.

zur Unterstützungserklärung

23.Dezember 2008


 

Durchbruch für die Fischerei
Endlich Weg frei für europaweites Kormoranmanagement

 

Das Europaparlament hat am 4. Dezember 2008 mit überwältigender Mehrheit für einen gesamteuropäischen Kormoranmanagementplan gestimmt (558 Ja, 7 Nein, 18 Enthaltungen).
Die Abgeordneten haben damit den Bericht des EU-Abgeordneten Dr. Heinz Kindermann angenommen, in dem er die EU - Kommission dazu auffordert, einen mehrstufigen europäisch koordinierten Bestandsmanagementplan für Kormorane vorzulegen, der diese langfristig in die Kulturlandschaft integrieren soll. An dem Bericht haben u.a. der VDSF, die EAA, insbesondere ÖKF-Vorstandsmitglied Dr. Franz Kohl und EAA Generalsekretär Jan Kappel tatkräftig mitgearbeitet.

Das klare Abstimmungsergebnis stellt einen Auftrag an die Europäische Kommission und den Ministerrat dar, einen Gesamteuropäischen Managementplan zu erarbeiten.

Die wesentlichsten Punkte des Kindermann-Berichtes sind

 

>>> Erhebung zuverlässigen und allgemein anerkannten Datenmaterials zum Kormoran
 
>>> Prüfung der einander widersprechenden Schlussfolgerungen von REDCAFE und FRAP bzw. EIFAC
 
>>> Installation einer – entsprechend der Betroffenheit ausgewogen zusammengesetzten – Arbeitsgruppe
 
>>> durch verstärkte Koordination, Kooperation und Kommunikation auf wissenschaftlicher und administrativer Ebene die Voraussetzungen für die Erstellung eines europaweiten Bestandsmanagementplanes für Kormorane zu schaffen.
 
>>> Vorlage eines mehrstufigen Kormoran-Bestandsmanagementplanes, der die Kormoranbestände in die Kulturlandschaft integriert, ohne die jeweiligen Ziele des Vogel- und Fisch-Schutzes zu gefährden
 


Es ist nunmehr zu hoffen, dass die EU-Kommission den Auftrag des Europäischen Parlaments zügig umsetzt.


 

17.Dezember 2008

 


 

Karriere
Sonja Behr zur ÖKF-Geschäftsführerin bestellt

In seiner Sitzung vom 25. 11. 2008 hat der ÖKF-Vorstand einstimmig auf Antrag von Präsident H. Belanyecz und Vizepräsident V.Hutschinski Sonja Behr zur Geschäftsführerin  bestellt. Sie ist seit 2004 als Sekretärin des ÖKF tätig und hat in dieser Zeit dank ihrer Auffassungsgabe, Kontaktfreudigkeit und Zielstrebigkeit in der österreichischen Anglerszene, aber auch im Ausland - nämlich im Rahmen der Europäischen Anglerallianz (EAA) - Anerkennung und Ansehen geschaffen. Sie ist damit ein fester und nicht mehr wegzudenkender Teil unseres Dachverbandes geworden.

Als Quereinsteigerin arbeitete sie sich sehr schnell in die Materie der Fischereiprobleme ein und ist heute von allen Funktionären der Fischereiorganisationen als kompetente Ansprechpartnerin akzeptiert.

Sonja Behr hat den Vorstand schon bisher bei allen Agenden, das sind u.a. die Erstellung des Pressespiegels, Buchhaltung, Kassabuch, Verwaltung der Bibliothek, Inseratengestaltung und –verkauf und redaktionelle Mitarbeit an der Zeitung „Fisch und Gewässer“, eigenständig unterstützt.

Aber auch die wichtigen Kontakte zu Behörden, Ämtern und Ministerien, sowie die Kommunikation zwischen den Vorstandsmitgliedern und unseren Mitgliedsvereinen zählten schon bisher zu ihren Aufgaben - bei diesen Tätigkeiten zeigt sie ganz besonderen Einsatz.

Die Vorbereitung und Abwicklung des 6. ÖKF-Forums war letztlich bereits die Krönung einer kontinuierlichen Entwicklung, musste doch mit mehr als 160 Teilnehmer einschließlich der Vortragenden kommuniziert und abgestimmt werden.

Ihr hohes Engagement beweist auch die Reisetätigkeit: im Mai 2008 im Rahmen der EAA nach Kroatien, sowie vor kurzem zur Vollversammlung der EAA nach Holland gemeinsam mit H. Belanyecz.

Darüber hinaus betreut sie die Partnerschaft Fish & Friends und organisiert die Jahrestreffen und Exkursionen. Die Mitgestaltung dieser so wichtigen Veranstaltungen rundet das große Interesse einer an der Materie interessierten Mitarbeiterin entsprechend ab.

 

Neue Visitkarten, vom Chef überreicht, sind nur das äußerliche Symbol für die Aufgabenvielfalt, die S. Behr als neue Geschäftsführerin des ÖKF zu bewältigen har.

 

Es war daher dem ÖKF-Vorstand ein besonderes Anliegen, Sonja Behr auch die für diese umfassende Tätigkeit entsprechende Funktionsbezeichung als Anerkennung ihrer bisherigen Verdienste zu verleihen.

 

Sonja Behr ist mit einem international tätigen Verlagsmanager verheiratet, Mutter zweier Töchter und sehr naturverbunden.

 

Wir freuen uns auf viele weitere erfolgreiche Jahre mit ihr.

17.Dezember 2008


 

Der Aal
Fisch des Jahres 2009 nominiert

 

Jeder kennt ihn … aber auch morgen noch?

Jeder bei uns und in Europa, auch die Nichtfischer, kennt den Aal, weiß, wie er ausschaut. Doch die wenigsten wissen, dass es ohne effektive Schutzmassnahmen schon bald keinen Aal mehr geben wird. Seit rund 10 Jahren steht dieser eigenartige Fisch auf der Roten Liste bedrohter Tierarten.

Und weil von alleine nichts weitergeht, haben das Österreichische Kuratorium für Fischerei & Gewässerschutz (ÖKF) und der Verband Deutscher Sportfischer (VDSF) diese bedrohte Art zum Fisch des Jahres 2009 erkoren. Der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) hat sich der Initiative angeschlossen und erfreulicherweise nun auch der Schweizerische Fischereiverband (SFV). Somit sind die Anglerorganisationen des gesamten deutschsprachigen Raumes bereit, im kommenden Jahr Aktionen zu setzen, damit der Aal wieder von der Roten Liste gestrichen werden kann – oder zumindest nicht im Ranking weiter nach oben rutscht.

 Wieso bedroht?

Das, was den Aal so besonders macht, ist gleichzeitig auch seine größte Angriffsfläche: Sein Geburtsort, die Karibik, und seine jahrelangen Wanderungen zwei Mal quer über den Grossen Teich, von seiner Kinderstube in die europäischen Flüsse und, etliche Jahre später, wieder an den Ort seiner frühen Jugend zurück. Ehrlich, wer von uns würde die Sargasso-See kennen, wüsste man nicht, dass die Aale dort ihre Laichgründe haben …

Diese schier endlosen Wanderungen bergen natürlich alle Risiken, denen Tiere auf Wanderungen ausgesetzt sind. Doch darauf hat sich die Natur eingestellt und schickt entsprechend große Stückzahlen auf den Weg. Womit die Natur nicht gerechnet hat, sind die von Menschen errichteten Hindernisse in den Flüssen, Querbauten, Wasserkraftwerke, die ein Aufsteigen der (Glas-)Aale oft vereiteln. Doch die weitaus größere Gefahr lauert in der Gegenrichtung, wenn die Aale nun als „Blankaale“ wieder dem Meer zustreben, um dort abzulaichen und danach ihren Lebenszyklus zu beenden. Auf diesem Weg die Flüsse hinunter müssen sie ohne jede Ausweichmöglichkeit durch eine Kette von Wasserkraftwerken - die meisten werden dabei in den Turbinen zerhackt ...

Und keinesfalls hat die Natur mit dem grenzenlosen „Appetit“ und der nicht minder großen Gier der Menschen gerechnet. Vor allem in Frankreich, Portugal und Spanien werden die jungen (Glas-)Aale zu Millionen gefangen; was nicht als Delikatesse unmittelbar in Konservendosen landet, geht als teuer bezahlter Export nach Fernost, wo die Aale noch gemästet werden, ehe sie … genauso wieder als Delikatesse auf feinem Porzellan landen.

Sollten irgendwo noch ein paar Aale diesem gewerblichen Gemetzel entgangen sein, nun, dann kümmern sich biologische Feinde um den kläglichen Rest: etwa der Schwimmblasenwurm, das Aal-Herpesvirus, und selbstverständlich fordert auch die durch widernatürlich rigorose Schutzmaßnahmen exponentiell angestiegene Anzahl der europäischen Kormorane ihren Tribut.

Gegenmaßnahmen in letzter Minute

Die EU-Fischereiminister haben diese Gefahren nun erkannt und unter der deutschen Ratspräsidentschaft ein europaweites Rettungsprogramm für die Aale beschlossen. Bis Ende des Jahres müssen nun alle EU-Staaten eigene Managementpläne vorlegen. Ab 2009 sollen neben anderen Maßnahmen erstmals eine bestimmte Menge gefangener Glasaale verpflichtend zur Aufzucht in den Binnengewässern ausgesetzt werden.

Auch das Weltartenschutzabkommen CITES hat auf seiner 14. Vertragsstaatenkonferenz, auf Antrag Deutschlands, ein Rettungsprogramm und strenge Handelsbeschränkungen für Aale beschlossen, um den bedrohten Fisch besser zu schützen.

Die Angelfischerei leistet ohnehin freiwillig und ohne politischen Druck schon seit Jahren ihren Beitrag zur Erhaltung des Aals und investiert erhebliche finanzielle Mittel in Besatzmaßnahmen; ohne diese Engagement wären die Bestände noch deutlich niedriger als sie ohnedies schon sind.

Bleibt zu hoffen, dass mit den geplanten Maßnahmen das Überleben des Europäischen Aals gesichert werden kann, denn es wäre schade, wenn dieser biologisch so interessante Fisch in Zukunft nicht mehr in unseren Gewässern, sondern nur noch in unserer Erinnerung leben würde.

17.November 2008


 

Tiergarten Schönbrunn
ÖKF / Fish'n'Friends übernimmt Fischpatenschaft

 

Die Partnerschaft Fish'n'Friends hat sich die Verstärkung der Öffentlichkeitsarbeit zum Ziel gesetzt. Im Rahmen dieser Aufgabe wurde beschlossen, im Tiergarten Schönbrunn eine Patenschaft zu übernehmen.

Nachdem das ÖKF beauftragt worden war, in dieser Sache aktiv zu werden, haben wir uns für den Huchen entschieden. Aber keineswegs, weil das ein „hochedler“ Fisch wäre, sondern weil  dieser „größte Lachs“ der Welt vor wenigen Jahrzehnten noch vom Aussterben bedroht war. Natürliche Bestände gab es bei uns nur mehr in der Pielach, der Mur, der Drau und der Gail.

Mit  immensem arbeitsmäßigen und finanziellen Aufwand wurden weiträumige Gewässersysteme verbessert und vernetzt, um neuen Lebensraum für den Huchen und seinen wichtigsten Futterfisch, die Nase, zu schaffen. Die Umweltbedingungen für den Huchen konnten so sehr verbessert werden, dass sogar wieder eine verantwortungsvolle Fischerei auf diesen Großsalmoniden möglich ist.

Und deshalb haben Fish’n’Friends und ÖKF den Huchen als Patentier ausgewählt. Eine goldglänzende Metalltafel am Anfang des Naturlehrpfades im Schönbrunner Tiergarten weist darauf hin. Im Rahmen einer kleinen Feier übergaben die Tiergartendirektorin Dr. Dagmar Schratter und "Patentante" Karin Kruckenfellner den F'n'F-Repräsentanten  Dr. G. Renner und DI Ch. Marchart die Patenurkunde, die im ÖKF-Büro bereits einen Ehrenplatz gefunden  hat.

 

17.November 2008


 

Studie & Szenetreff
ÖKF-Partnerschaft Fish'n'Friends Exkursion an die Mur

 

Wie bereits in den vergangenen Jahren trafen auch heuer im Oktober Mitglieder der Partnerschaft Fish'n'Friends zusammen, um gemeinsam mit Vorstandsmitgliedern des ÖKF und den Vertretern einiger Fischereivereine das EU-Life-Projekt an der Mur bei Mureck zu besichtigen. Und natürlich stand besonders der Erfahrungsaustausch im Vordergrund, wobei allerdings auch der gesellige Aspekt nicht zu kurz kam, zumal auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt war.

Hier ein paar kunterbunte Impressionen dieses Fischereiszene-Events, das allen Beteiligten nicht nur mächtig Spaß gemacht hat, sondern auch eine Wissenserweiterung bezüglich heimischer Gewässer gebracht hat:

 
Beratungsthema: Wo ist das Büffé ?   Da ist es ja, samt Organisatoren
 
Dr. W. Kreissl schneidet das Superbrezel an   und die Kids warten auf Nachschub
 
lauter leckere Sachen   praller Sonnenschein, Kaiserwetter
 
A geh, das hätt' i aber net 'dacht...   Jungwein vom Hausherrn Dr H. Fuchs
 
H. Ljubic macht's genau   während ÖKF-Sekretöse S. Behr aufpasst
 
So soll ein Roter ausschauen...naja ein bissi klarer könnt' er sein ...   Ob er's merkt, wenn ich was von seinem Teller stibitze?
 
Stehbuffet schmeckt besser im Sitzen   alleinstehend ? ....alleinsitzend
 
der Jausenstadel   Holst mir auch noch ein Achterl?
 
...da fallt mir ein ... der Dr. Fuchs is ja Zahnarzt...   ...jetzt greift er mir schon wieder aufs Hirn ...
 
also wenn ich so überleg .... hol ich mir doch noch ein Stück Brezel   .. die essen doch wirklich alles ratzeputz auf ...
 
Muraufweitung ... Vermurung ... was war's, was die da g'macht haben?   hat schon was Schelmisches
 
ein echter Gentleman läßt die Damen ganz selbstverständlich sitzen   Wo, sagten Sie, ist da der Horizont? Ganz hinten?
 
leichter Wind von links hinten   freundlicher Alter Herr
 
vor der Insektenherberge ein paar Brummelkäfer   nein, das ist nicht der Donnerbalken
 
hier wurde gebaggert   Mur-Idylle
 
knipst du mich ...   knips ich dich !
 
Paparazzi überall   cheeeeeeese!
 
photo, do it yourself   cheeese? ---- lieber Chappy !!!
 
Gemma noch weiter, oder gemma z'ruck?   Weiter...
 
...und noch weiter ...   bis nach Radkersburg. Man besichtigt
 
vom Rathauskeller nur den Hof   von der Kirche den Vorplatz
 
ob Fischer wohl was zu beichten haben?   Immer mehr Erklärungen bei immer weniger Grad Celsius...
 
Aber schließlich....
 
...gibt's in der warmen Stube ...
 
steirische Schmankerln, auch flüssiger Art, die Gaumen & Magen, Herz & Hirn erfreuen
 
So geht ein langer, interessanter, schöner Tag gemütlich zu Ende   Dr. W. Kreissl, Sonja Behr und Dr. H. Fuchs, die das Event gestaltet haben
scheeeee war's !!!
Und hier noch ein paar Fotos, die Sonja Behr in den Tiefen ihres Handys gefunden hat:
 
 
 
 
 
langweilig scheint die Heimreise im Bus nicht gewesen zu sein ....

 12. November 2008

 


 

Wieder ein Service des ÖKF
Alle Referate des 6. ÖKF-Forums im Original als download

 

Das ÖKF-Forum 2008 in Linz liegt zwar bereits einige Monate zurück, doch die Themen und Referate haben nichts an Gültigkeit verloren.

Für alle, die dabei waren und ihre Erinnerungen auffrischen wollen, und auch für alle, die nicht dabei sein konnten, bietet das ÖKF hier die Möglichkeit, die Original-Referate der meisten Vortragenden als PowerPoint-Präsentationen bzw als pdf-Dateien zum eigenen privaten Gebrauch herunterzuladen!

Die genaue Auflistung der Themen und Referate finden Sie hier

 12. November 2008

 


 

 

Wechsel an der Spitze

15. Vollversammlung des ÖKF am 26.04.08

 

 

Die Neuwahl der Verbandsorgane brachte nicht nur mit

 

Klaus Eichberger (FV Neunkirchen-Schwarzatal)

Hans Ljubic (Grazer Sportanglerverein) und

Günther Trumpes (Sportfischerverein für Wien und NÖ)

 

3 neue Vorstandsmitglieder, sondern auch einen Wechsel in der Vereinsführung.

 

Komm. Rat Dkfm Volkmar Hutschinski, Gründungspräsident, übergab nach 16 Jahren erfolgreicher Tätigkeit sein Amt an den bisherigen verdienten Vizepräsidenten

 

Helmut Belanyecz.

 

Mit Präsident Helmut Belanyecz hat ein Mann das Amt übernommen, der schon bisher österreichweit und auch darüber hinaus in der Europäischen Anglerallianz die Interessen der Angelfischerei nachdrücklich vertreten hat, ob in der Biodiversitätskommission des Lebensministeriums, der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau oder als Autor der Broschüren „Fisch des Jahres 2006, 2007 und 2008“. Dank seiner Kontaktfähigkeiten und seiner Sprachkenntnisse ist Belanyecz ein geschätzter Gesprächspartner von Irland bis Kroatien für alle Fragen, die mit Wasser und den Fischen zu tun haben.

Es war jedoch sein ausdrücklicher Wunsch, weiterhin die Unterstützung von Dkfm. Hutschinski im Vorstand zu erhalten. Dies wurde durch die Wahl Dkfm. Hutschinskis zum Vizepräsidenten bestätigt.

 

Damit ist sichergestellt, dass das ÖKF auch in  Zukunft seinen erfolgreichen Weg für die Angelfischerei in Österreich weitergehen wird.

 6.Mai 2008

 


 

 

Merkblatt des Lebensministeriums
Was tun bei Fischsterben?

 

Das Lebensministerium hat 5 Merkblätter zu diesem wichtigen Thema herausgegeben. Mit genauen Durchführungs-Anleitungen einschließlich der Adressen und Telefonnummern sämtlicher zuständigen Stellen.

>    Mindestens 2 Liter Wasserproben nehmen und dem Labor übergeben.

>    Aber richtig entnehmen, sonst ist die ganze Mühe vergebens.

Immer wieder klagen Funktionäre: „Wir haben das eingeschickt, aber nichts ist dabei herausgekommen.“ Das darf einen nicht verwundern, denn häufig werden Proben falsch oder doch unzureichend entnommen, gelagert und beschrieben.

Für alle, die das Wissen auffrischen wollen: Das ÖKF schickt Ihnen diese 5 Merkblätter gerne per E-Mail als Service zu.

Wenn Sie kein Mail haben, ist auch eine Zusendung per Post möglich. Dann müssen wir allerdings um die Vergütung der Versandspesen ersuchen.

Auf jeden Fall finden Sie hier bereits die relevanten Adressen, an die Sie sich wenden sollen, wenn Sie in Ihren Gewässern Fischsterben und/oder starke Gewässerverschmutzungen bemerken.

 4.März 2008

 


 

3 Tage Information und Meinungsaustausch:
Das war das 6. ÖKF-Forum!

 

Internationales Gewässerschutzsymposium brachte aufrüttelnde Ergebnisse
Österreichs Gewässer vor dem Kollaps?

 

Vom 29. 2. bis 2.3.2008 versammelten sich über 160 Fischerei- und Gewässerschutzexperten aus ganz Österreich, der Schweiz, Deutschland, Holland und Slowenien in den Seminarräumen der Linzer Landwirtschaftskammer, um über die Zukunft der heimischen Gewässer und Fische zu beraten. Die vom Österreichische Kuratorium für Fischerei & Gewässerschutz (ÖKF) durchgeführte Veranstaltung kann als die umfassendste und bedeutendste der letzten Jahre bezeichnet werden.

Neben den überwiegend fischereirelevanten Themen zur EU-Wasserrahmenrichtlinie und zur Aquakulturverordnung wurde vor allem der auch die Öffentlichkeit betreffende Komplex „Auswirkungen der Wasserkraftnutzung auf Österreichs Gewässer“ gemeinsam mit Vertretern der Energieversorger und des Umweltschutzes erörtert.

Die Fakten, die dabei auf den Tisch gelegt wurden, zeichneten eine z.T. sehr düstere Prognose der Entwicklung, die der biologischen Funktionsfähigkeit unserer Gewässer bevorsteht, wenn der irreparablen Zerstörung nicht ehebaldigst ein Riegel vorgeschoben wird. Parallel zur schwindenden Funktionsfähigkeit der Gewässer wird nicht nur der Artenreichtum unserer Fischbestände weiter beängstigend abnehmen, sondern die gesamte Gewässerfauna rapide verarmen. Die Tatsache, dass nur noch 4% der österreichischen Fließgewässer in einem naturbelassenen Zustand, alle anderen jedoch schwer und schwerst geschädigt sind, lässt mehr als ernste Zweifel an der Erhaltbarkeit des Lebensraumes Wasser in unserem Lande aufkommen.

Eines der Hauptgefährdungspotenziale liegt in der fortschreitenden Zerstückelung fast aller Fließgewässer, die aus der einseitigen und kurzsichtigen Fehlinterpretation der Forderung nach erneuerbarer Energie resultiert. Der ausufernde Energiehunger unserer Lebensweise, der mit Lippenbekenntnissen allein nicht einzudämmen ist, bewirkt den schon vom Ansatz her nicht zielführenden Ruf nach immer neuen Wasserkraftwerken, bestärkt durch die traditionelle, aber längst überholte Ansicht, Strom aus Wasserkraft sei „sauberer“ Strom. Und so wird eine erschreckende Anzahl neuer Wasserkraftwerke geringer Größe geplant, obwohl ihre Effizienz im gesamtösterreichischen Energiehaushalt verschwindend gering ist. Die Alternativen, bestehende Kraftwerke durch technische Aktualisierung wirkungsvoller zu machen, und zusätzlich andere Quellen erneuerbarer Energie wie etwa Solarenergie verstärkt zu nützen, werden – oft leider auch aus förderungsstrategischen Gründen – vielfach gar nicht in Betracht gezogen.

 

Daher wurde am Ende dieses 6. ÖKF-Forums folgende Resolution verabschiedet:

· Schutz der letzten naturbelassenen Flüsse und Bäche vor kurzsichtiger Profitgier

· (Förderungs-)Stopp für ineffiziente Mini-Kraftwerke

· Obwohl auch Wind, Sonnenenergie und Biomasse erneuerbare Energiequellen sind, scheinen die österreichischen Energieerzeuger das ganze Heil einzig in einem  „aggressiven Ausbau der Wasserkraft“ (Zitat) zu sehen. Hier ist informative Aufklärungsarbeit dringend vonnöten.

· Obwohl eine Steigerung des Wasserkraft-Anteils durch Modernisierung bestehender Anlagen und effizientere Turbinen bei weitem leichter erreichbar wäre, wird von der Bau- und Kraftwerks-Lobby vor allem die Errichtung neuer Kraftwerke in den Vordergrund gestellt. Ein Umdenken von „Einwegkraftwerk“ zum „Wiederbenützbaren Kraftwerk“ muss herbeigeführt werden.

· Jedes Wasserkraftwerk, jede Staumauer und jede Wasserausleitung ist ein massiver Eingriff in die Natur, der das natürliche Gleichgewicht durcheinanderbringt – deshalb darf den Begehrlichkeiten einzelner Kraftwerksbetreiber, diese seltenen und ökologisch kostbaren Juwele auch noch zu verbauen, nicht nachgegeben werden.  

· Die letzten wenigen noch völlig intakten Flussläufe müssen auch in dieser Form und Funktionsfähigkeit erhalten bleiben. Das ist schlichtweg unsere Verpflichtung gegenüber den kommenden Generationen

· Langfristig kann das Problem der Energieversorgung nicht dadurch gelöst werden, dass Jahr für Jahr immer mehr und mehr Energie erzeugt wird. Das stößt schnell an Grenzen. Auf längere Sicht kann Versorgungssicherheit nur dadurch erreicht werden, dass parallel zum Umstieg auf erneuerbare Energiequellen auch Maßnahmen zur Einsparung von Energie intensiviert werden. (Der Spielraum für diesbezügliche Einsparungen durch verbesserte Technik ist enorm – man nehme als Beispiel nur den Benzinverbrauch eines Mittelklasse-PKW vor vierzig Jahren im Vergleich zu heute).  

· Österreichs Fischer und Gewässerschützer sind keine Fundamentalisten. Sie stehen grundsätzlich positiv zur Wasserkraft – aber mit Maß und Ziel und nicht auf Kosten der Zukunft.

· Wir bekennen uns dazu, dass der Mensch die Natur zu seinem Vorteil nutzen darf. Wenn wir Strom aus erneuerbaren Quellen haben wollen, dann ist Wasserkraft eine von mehreren Alternativen – nicht jedoch die einzige.

Die online-Wiedergabe der einzelnen Referate/Präsentationen ist in Vorbereitung.

 

Und hier noch ein paar bildliche Impressionen:

 

ÖKF-Präsident Hutschinski begrüßt die 160 Teilnehmer

 

Aufmerksame Zuhörerschaft

 

Besonderen Anklang finden die Podiumsdiskussionen,

 

wo sich Fachleute den Fragen stellen

 

Fast alle Referate werden durch Grafiken unterstützt

 

Auch die Diskutanten hören gespannt zu...

 

...wenn ihre "Kollegen" ihre Initialreferate halten

 

Während des Seminars gibt's Saft & Mineral, ...

 

..was aber die Stimmung nicht beeinträchtigt.

 

Das Gehörte wird in den Pausen diskutiert

 

und reichlich Kaffee schärft das Denkvermögen.

 

Öffentliche Gebäude = Rauchverbot ...

 

...zum Glück für die Raucher hört es zu regnen auf

 

Slowenische Kollegen, immer fröhlich

 

Fachsimpeln auch beim gemeinsamen Abendessen ...

 

... aber keine trockenen Diskussionen mehr

 

Fred Bloot, Holland, beruhigt ...

 

Auch Dr. Dell, OÖ Energieverband, meldet sich zu Wort

 

"Dort gibt's den Kaffee!" "Nein, da!"...

 

Moderator Mag. Moser ist mit der Disziplin zufrieden

 

Prof. Jungwirth denkt an den Zustand der Gewässer ...

 

... und an die, die schuld dran sind

 

Trotz angeknackster Gesundheit wieder am Mikro: Dr. Kohl

 

Dr. Oberleitner - sattelfest in allen Wasserrechtsfragen

 

Das ist Konzentration!

 

Martin Peter erzählt, wie's in der Schweiz ist

 

Dr. Unfers Argumente sind schärfer als seine Fotos

 

Mag. Zach erläutert den Standpunkt der EVN

 

Und hier können Sie das Plädoyer von Prof. M. Jungwirth für eine bessere Zukunft unserer Fließgewässer hören:


(mp3, ca 2,5min, 2,3MB)

 

4.März 2008

 


 

Neues ÖKF-Service:
Erhebungbogen zur Gewässerkontrolle

 

Für Gewässeraufseher und Kontrollore gilt es immer wieder, Ereignisse, Schädigungen oder Veränderungen zu erfassen und zu dokumentieren. Damit dabei nichts wesentliches übersehen wird, bietet das ÖKF einen sinnvollen Erhebungsbogen gratis zum download.

HIER lesen Sie Näheres und finden das download-Formular

25. Jan. 2008

 


 

Das ÖKF-Forum 2008 - Programm

29. Feber bis 2. März 2008, Linz

Nach monatelangen Vorarbeiten steht nun das Programm des ÖKF-Forums 2008 bis ins letzte Detail. Die letzten organisatorischen Hürden sind überwunden - welche brandaktuelle Wissensvielfalt Ihnen dort geboten wird, lesen Sie

HIER.

16. Dez. 2007

 


Tiertransportgesetz:
Neue Bestimmungen für Transporte von Fischen

Was ab 1. Jänner 2008 zu beachten ist

Seit August 2007 ist dieses Gesetz in Kraft - die Regelungen betreffen Vereine, Bewirtschafter und Fischzüchter, also jeden, der mit dem Lebendtransport von (Besatz-)Fischen zu tun hat.

Hier finden Sie genauere Informationen zum Tiertransportgesetz und - als ÖKF-Service - eine Transportbescheinigung zum downloaden. Dieses Formular kann dazu beitragen, eventuelle Unklarheiten im Zuge eines Fischtransportes auszuräumen.

18. Dez. 2007