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Fallstudie Enns / Steiermark (1994 – 1998)

Die Enns ist ein relativ großer alpiner Fluss im Zentrum Österreichs, der untersuchte Abschnitt gehört zur Äschenregion. Untersucht wurden 45 km freifließende Strecke.

Besonders interessant ist diese Studie auch deswegen, weil sie den Vergleich von zwei morphologisch ganz unterschiedlichen Abschnitten erlaubt:

n      Der obere Abschnitt, durch ein breites Tal fließend, ist begradigt und hat mit groben Steinblöcken befestigte Ufer.

n      Der untere Abschnitt liegt im Nationalpark Gesäuse, hat schluchtartigen Charakter und ist völlig naturbelassen.  

 

Der Vergleich der beiden Abschnitte ist deswegen besonders interessant, weil häufig das Argument gebracht wird, dass die Kormoranschäden nur in regulierten Gewässern übermäßig groß werden könnten, in naturbelassenen Gewässern wären ihre Jagdchancen und damit die Schadensgefahr geringer.

 

Die Ergebnisse: 

 

 

Details zur Methode der Enns-Studie

Die Enns ist ein relativ großer alpiner Fluss im Zentrum Österreichs, der untersuchte Abschnitt gehört zur Äschenregion (MQ bei Pegel Liezen 63 m3 / sec). Die erste Untersuchung erfolgte im Herbst 1994, als Teil einer groß angelegten Kartierung der österreichischen Flüsse. Ab Winter 1995 kam es zu Einflügen von täglich 50 bis 70, maximal 200 Kormoranen. Vergleichuntersuchungen wurden in den Jahren 1997 und 1998 durchgeführt, mit gleicher Methodik und unter vergleichbaren Wasserstandsverhältnissen.

 Zauner, G.1999. Einfluss des Kormorans auf die fischökologischen Verhältnisse der steirischen Enns zwischen Liezen und Johnsbach, Publikationsreihe Universität für Bodenkultur Wien, im Auftrag der stmk. Landesregierung, Dez 1999